Mekong-Delta und Phu Quoc

Filed under: Bilder,Vietnam — Uli am 9. November 2015, 16:00

ReisnudelherstellungDie nächste Station unserer Reise sollte das Mekong-Delta werden und da es mit Zug und/oder Bus  mind. 20 Stunden gedauert hätte,  haben wir uns wieder für einen Flug von Da Nang nach Can Tho entschieden. Die schwimmenden Märkte rund um Can Tho muss man möglichst früh besuchen und so wurden wir schon 5 Uhr am Hotel abgeholt, um mit dem Boot den Mekong zu erkunden. Der erste Markt wird von größeren Booten frequentiert, hier kaufen Händler Lebensmittel, die sie später auf dem Markt weiterverkaufen.Schwimmender Markt
Der zweite Markt war kleiner und ruhiger und dort hat unser Guide dann Obst für unser Frühstück eingekauft. Weiter ging es durch kleine Kanäle,  vorbei an Mango- und Papayabäumen und natürlich Reisfeldern. Zur Tour gehörte auch die Besichtigung einer Reisnudel“fabrik“, klingt irgendwie groß, war aber ein kleines Familienunternehmen, das trotzdem je nach Saison zwischen 300 und 600 kg Reisnudeln pro Tag herstellt.Am Strand von Phu Quoc
Der nächste kurze Flug führte uns zur Insel Phu Quoc im äußersten Südwesten von Vietnam, wo wir noch ein paar Tage ausspannen wollten. Leider hat mich eine sehr schmerzhafte Angina ereilt, sodass der Schnorchelausflug ausfallen musste. Erholt haben wir uns aber trotzdem und dank der frei verkäuflichen Antibiotika sind die Schmerzen inzwischen weg.

Hoi An: Schneider, Cao Lau und Erholung

Filed under: Bilder,Vietnam — Uli am 1. November 2015, 15:08

Chinesische VersammlungshalleVon Phong Nha ging es zunächst mit dem Auto zum Bahnhof von Doi Hong. Es fährt wohl auch ein Bus, aber die unterschiedlichen Aussagen, wann früh der erste fährt,  ließen uns dann doch auf Nummer sicher gehen. Da die Zugfahrt nur gut 5 Stunden dauern sollte, haben wir uns für Soft Seats entschieden,  der Zug hatte auch Schlafwagen, sehr nett mit einem Blumentopf im Fenster 😉 Gebucht haben wir übrigens über die Seite http://www.baolau.vn und das eTicket dann einfach ausgedruckt, hat alles super geklappt. Der Zug war zunächst nicht sonderlich voll, aber in Huê stiegen dann doch viele zu und es stellte sich heraus, dass wir die Sitzplatznummernzugehörigkeit falsch gedeutet hatten und umziehen mussten. So saßen wir dann bei einer Gruppe von 6 Vietnamesinnen, die offensichtlich einen lustigen Damenausflug hinter sich hatten. Sie fingen an allerlei Essen auszupacken und zu verteilen, vor allem irgendwelche in Bananenblätter eingepackte Kleinigkeiten und plötzlich waren auch wir dran und bekamen einen Haufen dieser Päckchen. Was auch immer es war, es hat geschmeckt und da wir fein aufgegessen hatten, gab es auch noch frische Litschis zum Nachtisch. Von Da Nang aus haben wir dann den Linienbus nach Hoi An genommen, noch eine kurze Taxifahrt und nach ca. 9 Stunden Reise sind wir in unserem wunderschönen kleinen Hotel, der Green Boutique Villa angekommen. Das Hotel liegt etwas außerhalb der Altstadt, aber mit den Fahrrädern waren wir in 20 Minuten in der Stadt und in 30 Minuten am Strand und konnten die Ruhe zwischen den Reisfeldern genießen.
Straßenszene in Hoi An
Hoi An war früher ein sehr wichtiger Handelshafen und hat eine gut erhaltene Altstadt. Besonders schön wird es abends, wenn überall die Lampions angezündet werden. Außerdem kann man Kerzen in kleinen Papierboten kaufen, die dann auf dem Fluss ausgesetzt werden. Bekannt ist Hoi An aber auch für seine Schneider und es reiht sich wirklich Geschäft an Geschäft (angeblich über 1000). Schon auf unserer ersten Fahrt in die Stadt wurden wir ein Weilchen von einer Mopedfahrerin begleitet, die uns in ihre Schneiderei lotsen wollte. Viele Hotels arbeiten auch mit bestimmten Läden zusammen und bekommen eine Kommission. Wir wollten es auch mal ausprobieren und hatten uns nach einer Internetrecherche für Miss forget me not entschieden, ein eher kleiner, unscheinbarer Laden ohne aufdringliche Bedienstete. Thu Bon River Ich hatte ein paar Fotos eines Kleides dabei und sofort wurden mir entsprechende Stoffe zur Auswahl gebracht, schnell waren die passenden ausgewählt, René entschied sich für zwei Hemden und schon wurden wir vermessen. Am nächsten Abend erfolgte die Anprobe, die Hemden passten perfekt, sodass er auf drei erhöhte, mein Kleid musste noch etwas weiter gemacht werden, aber auch ich habe mich noch für einen Rock entschieden, am folgenden Nachmittag nochmals Anprobe und 3 Stunden später konnten wir alles abholen. Wir waren wirklich beeindruckt, wie toll alles geworden ist. Den Rest der 3 Tage in Hoi An verbrachten wir mit Sightseeing und baden in Meer und Pool, alles in allem sehr entspannend. Auch kulinarisch ist Hoi An zu empfehlen, nur dort gibt es das Gericht Cao Lau, was ich zu jedem Frühstück genossen habe und einmal abends auch auf dem Markt.

Ho Chi Minh City, Huê und Phong Nha

Filed under: Bilder,Vietnam — Uli am 27. Oktober 2015, 15:13

Ho Chi Minh City by nightEine Woche Vietnam liegt hinter uns, Zeit für einen kleinen Reisebericht. Los ging es letzten Montag in Ho Chi Minh City (HCMC), oder einfach Saigon, was offensichtlich unter den Einheimischen durchaus gebräuchlich ist. Da die Busse vom Flughafen nur bis 18 Uhr fahren,  haben wir ein Taxi zum Hotel genommen und hatten sogar das Glück eins mit Taxameter zu erwischen,  laut den Reiseführern am Flughafen nicht ganz trivial.Ho Chi Minh Denkmal
Der Verkehr hier war zu Beginn wieder recht einschüchternd, aber nach den ersten paar Straßenüberquerungen hatten wir es ganz gut drauf, durch den Mopedstrom zu navigieren. So ging es am nächsten Morgen los zu einem ausführlichen Stadtrundgang, der uns gleich zu Beginn an der Ernst Thälmann Schule vorbeiführte, weiter ging’s zum Ho Chi Minh Denkmal und einer Pagode und schließlich ins War Remnants Museum, das die schreckliche Geschichte und die Folgen des Vietnamkriegs verdeutlicht.Pagode in Ho Chi Minh City
Am zweiten Tag sind wir mit dem Bus nach Cho Lon, dem chinesischen Viertel von HCMC gefahren und man will es kaum glauben,  aber der Verkehr  war dort noch einen Tick dichter und alles etwas lauter. Der Markt dort war aber wirklich sehenswert, von lebenden Garnelen,  über getrocknete Fische, unzählige Sorten von Reis, getrocknete Pilze, Geschirr und Klamotten gab es wirklich alles und wir konnten uns in Ruhe umsehen, da wir im Gegensatz zum Markt nahe des Backpackerviertels nicht Zielgruppe waren.Getrocknete Shrimps auf dem Markt in Cholon
Am nächsten Morgen ging es mit Bus 152 zum Flughafen. Kurz nach dem Einsteigen fragte mich ein Vietnamese auf Deutsch,  ob wir zum Flughafen wollen und so entspann sich ein kleines Gespräch.  Er hat 10 Jahre in Dortmund gelebt und sprach wirklich sehr gut deutsch. Nach gut 1 Stunde waren wir am Domestic Terminal und durften lernen, dass die Vietnamesen es mit dem Anstellen nicht so haben, das Personal wiederum rigoros auf die Reihenfolge achtet und die Reindrängler am Check-In wieder nach hinten schickt.
Statue in der Zitadelle von Huê
Der Flug führte uns nach Huê in die „Mitte“ Vietnams. Dort war der Verkehr etwas übersichtlicher, sodass wir uns für die Erkundung der Zitadelle und des Kaisergrabs von Tu Duc Fahrräder ausliehen. Ohne Gangschaltung werden die Hügel ringsrum aber schnell recht anstrengend.
Damit war der von uns bereits in Deutschland organisierte Teil vorbei und wir mussten uns überlegen, wie es weitergeht. Wir haben uns für den nördlich von Huê liegenden Phong Nha Nationalpark entschieden und nach ein bisschen Recherche einen Direktbus dorthin gefunden. Unter Sleeperbus hatte ich mir zunächst einen Bus mit Sitzen, die man noch etwas weiter umklappen kann, vorgestellt. Der Bus hatte aber tatsächlich in 3 Reihen angeordnete Doppelstockbetten und bei Betreten musste man die Schuhe ausziehen. Da uns aber die Hälfte der Fahrt sehr sehr laute vietnamesische Musik beschallte, war es mit dem Schlafen etwas schwierig, bei 5 Stunden Fahrt aber auch nicht so schlimm.
Paradise Cave
Der Nationalpark besteht aus einer Vielzahl von Höhlen u.a. der größten Höhle der Welt: Hang Son Doong, die man aber nur auf einer sehr teuren mehrtägigen Exkursion besuchen kann. Die am nächsten gelegene Höhle Phong Nha Cave kann man auch auf eigene Faust besichtigen und so haben wir uns mit einer Gruppe Vietnamesen ein Boot geteilt, das uns zur und in die Höhle brachte. Am nächsten Tag haben wir an einer Tour zur Paradise Cave und Dark Cave teilgenommen. Erstere wird zu Fuß begangen und ist wirklich beeindruckend. Es gibt unglaublich viele unterschiedliche Stalag[t|m]iten-Formen, die eindrucksvoll beleuchtet sind. Nach dem Mittag war die Dark Cave dran und irgendwie hatte ich die Aktivitäten, die im Programm der Tour aufgezählt waren, als optional verstanden. Nun.. sie waren es nicht. Los ging es ausgestattet mit Helm, Lampe, Schwimmweste und Geschirr mit 400m Ziplining. Eine Aktivität, hinter die ich nun einen Haken setzen kann. Dann ging es (befreit vom Geschirr) in das doch recht frische Wasser und in die Höhle, die unbeleuchtet ist, daher der Name und die Helmlampen. Nach ein paar Hundert Metern mussten wir die Westen ablegen und verließen die Haupthöhle durch einen engen Gang, der zunehmend schlammiger wurde. Zunächst versucht man noch, den Einsatz der Hände zu vermeiden, um diese nicht auch schlammig zu machen, vergebene Liebesmüh. Der Weg endet nämlich in einem großen Schlammbad und man sieht nach kurzer Zeit aus wie von Milchschokolade überzogen.
Paradise Cave
Irgendwann haben wir alle für ein paar Minuten die Helmlampen ausgeschaltet und saßen im Stockdunkeln im tiefen Schlamm. Zurück in der Haupthöhle haben wir den Schlamm abgewaschen, sind noch ein Stück geschwommen und dann ging es zurück. Da die Zipline glücklicherweise nur in eine Richtung funktioniert, fuhren wir mit Kajaks zurück und wer immer noch nicht genug hatte, konnte sich mittels einer kleinen Zipline in den Fluss stürzen.

Vom Pazifik an die Karibik

Filed under: Bilder,Costa Rica — Uli am 19. November 2014, 04:39

Tucan
Nach unserer Rückkehr aus Nicaragua und einer Nacht in Liberia ging es wieder an den Pazifik zum Playa Carrillo. Wir hatten ein wunderschönes von einem italienischen Paar geführtes Bed & Breakfast (Buenavista) und haben zwei ruhige Strandtage verbracht. Der Strand war wieder sehr leer, sogar die Krokodile, die dort manchmal bis an den Strand kommen sollen, blieben fern. Wir haben aber am ersten Abend eins im Fluss entdeckt.
Von Playa Carrillo ging es dann zunächst wieder mit dem Bus nach San José und am nächsten Morgen auf eine 3-tägige Tour nach Tortuguero.
Krokodil

Tortuguero liegt an der Karibikküste und ist ein Regenwaldgebiet, das von natürlichen Kanälen durchzogen ist. In das Dorf und die Lodges kommt man nur mit dem Boot oder per Flugzeug. Schon zu Beginn der Bootfahrt durften wir ein Krokodil beobachten, das völlig ungerührt am Ufer lag. In unserer Lodge gab es jede Menge Brüllaffen und auch Kapuzineräffchen und da die Räume alle keine Fenster sondern nur Fliegengitter haben, ist man abends mit den Geräuschen des Dschungels und dem Rauschen des Meeres eingeschlafen.
Brüllaffe
Am zweiten Tag haben wir vormittags eine Tour zu Fuß durch den Dschungel gemacht, Faultiere in den Bäumen beobachtet und jede Menge über die Fauna erfahren. Nachmittags ging es dann mit dem Boot in die Kanäle, wo es wieder Affen, Tukane, Leguane und Vögel zu bewundern gab.
Frisch geschlüpfte Green Turtle
Recht spontan sind wir dann noch mit an den Strand gefahren, an dem in den letzten Monaten die Meereschildkröten ihre Eier abgelegt haben. Jetzt beginnt die Zeit, in der die ersten schlüpfen. Wir waren schon fast auf dem Rückweg, als wir doch noch das Glück hatten, ca. 10 Babys dabei zu beobachten, wie sie aus dem Sand krochen und Richtung Meer krabbelten. Von 1000 Eiern überleben es nur 20 Schildkröten, vielleicht hat „unsere“ ja Glück und kehrt in ein paar Jahren zu diesem Strand zurück, um selbst Eier zu legen oder zu befruchten. Diese Schildkröten kommen nämlich typischerweise zur Eiablage an den Strand zurück, an dem sie geboren worden.

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