Amantani und Taquile
Auf der Insel angekommen, wurden wir unseren Gastfamilien zugeteilt und dann begann der anstrengende Aufstieg zu unserem Haus. Der See selbst liegt auf 3800m und so wurde die Luft immer duenner. Die Haeuser sind einfache Lehmbauten und die Waende unseres Zimmer waren mit Zeitungen und Postern von Fussballmannschaften geschmueckt. Strom und fliessend Wasser gibt es auf dieser Insel nicht und so war diese Nacht fuer alle eine ganz neue Erfahrung. Die Hauptnahrungsmittel auf Amantani sind Kartoffeln und Eier und daraus bestand auch im Wesentlichen unser Mittagessen, was aber sehr lecker war. Danach haben wir den hoechsten Punkt der Insel erklommen, die Ruinen des Tempels von Pachatata (Vater Erde) auf 4100m. Auf dem Weg dorthin konnten wir einen schoenen Sonnenuntergang beobachten und auf dem Rueckweg dann einen unglaublichen Sternenhimmel bewundern.
Nach einer angenehmen Nacht, ich dachte es wuerde kaelter werden, sind wir dann am naechsten Morgen Richtung Taquile aufgebrochen. Diese Insel ist ein wenig touristischer, aber fliessend Wasser gibt es dort auch nicht. Unser Guide hat uns waehrend des Aufenthalts in die Traditionen der Insel eingefuehrt. 90% der Inselbewohner sind Katholiken. Allerdings ist der katholische Glaube in Peru sehr stark mit dem Glauben der Inkas vermischt und so gelten nach wie vor die Regeln von damals. Eine davon lautet “nicht faul sein” und so stricken die Maenner(!) der Insel eigentlich ununterbrochen. Ausserdem kann man an der Farbe der Muetzen der Maenner bzw. Roecke der Frauen sehen, ob die Leute verheiratet oder noch zu haben sind. Hochzeiten finden immer am 3.Mai statt und dann ist eine ganze Woche Fiesta.
