Inka-Trail und Machu Picchu
5:45 Uhr am Samstag morgen ging es zum Bahnhof, wo 6:15 Uhr der Zug gen Machu Picchu abfuhr. Gemeinsam mit Elen, einer Hollaenderin, die schon seit 2 Monaten in Cusco ist, wollte ich den Inka-Trail (wenn auch nur den kurzen) bestreiten. Nach knapp 4h Fahrt sind wir an km 104 ausgestiegen und wurden dort von unserem Guide “Wander” in Empfang genommen. Der Zutritt zum Inka-Trail ist gut bewacht und es ist schon vorgekommen, dass Leute umkehren mussten, weil die Reiseagentur einen Zahlendreher in der Passnummer gemacht hat und so die Dokumente nicht akzeptiert wurden. Bei uns lief aber alles glatt, wir bekamen sogar einen Stempel in unseren Pass und so ging es dann auch endlich los.
Die ersten 2 Stunden waren ziemlich anstrengend, da es in der prallen Sonne ununterbrochen Stufen hinauf ging. Dafuer sahen wir immer gut, wieviele Hoehenmeter wir schon geschafft hatten, da unten im Tal der Fluss und die Bahnstrecke zu sehen waren. Unterwegs kamen wir immer wieder an kleineren oder groesseren Inka-Ruinen vorbei und erfuhren durch unseren Guide mehr ueber das Leben damals.
Nach gut 3 Stunden kamen wir dann in einem Hostal an, wo wir endlich unsere Lunchpakete verzehren durften. Frisch gestaerkt ging es dann zum Sonnentor. Der Weg war nicht mehr so anstrengend, da es durch die Anfaenge des Regenwaldes ging.
Dann war es endlich so weit, am Sonnentor angelangt, konnten wir zum ersten Mal Machu Picchu sehen. Der Anblick ist wirklich beeindruckend und man fragt sich, wie vor ueber 500 Jahren eine Stadt in so unbegehbaren Gebiet gebaut werden konnte.
Die Besichtigung war erst fuer den naechsten Morgen geplant und so kehrten wir nach unzaehligen Fotosessions in unser Hostal in Aguas Calientes, einem Ort im Tal, ein.
Ich wollte es erst nicht richtig glauben, aber Wander wollte wirklich kurz vor 7 am naechsten Morgen mit dem Bus rauf zu den Ruinen fahren. Aber das fruehe Aufstehen wurde belohnt. Auf der Fahrt hinauf hat man nicht einen Berg gesehen, weil alles wolkenverhangen war. Umso schoener war es dann zu beobachten, wie sich langsam die Sonne durcharbeitete und immer mehr Ruinen sichtbar machte. Nach einer zweistuendigen Fuehrung durch die Stadt, bei der wir viel ueber den Glauben und das Leben der Inkas erfuhren, hatten wir dann Freizeit. Und was taten wir, stiegen auf den naechsten Berg (auf dem Bild im Hintergrund), von dem man einen tollen Blick auf die gesamte Umgebung hat.
Um halb 4 hiess es dann Abschied nehmen. Mit dem Zug ging es zurueck nach Cusco. Auf dem Bahnhof habe ich dann noch zwei Leipziger getroffen, die jetzt ca. 9 Monate in Lima wohnen und arbeiten.
