Inle Lake
Wie Seebi schon geschrieben hat, war die Busfahrt von Bagan zum Inle Lake wirklich markerschuetternd. Ich denke meine Worte beim Anblick des Busses sprechen Baende: “Das ist doch sicher nur der Zubringer”. Ich hatte diese Hoffnung, da wir direkt am Hostel abgeholt wurden und das i.A. bedeutete, dass man irgendwo in den eigentlichen Bus umsteigt. Aber nein, es war der Bus, in dem wir die naechsten 12 Stunden verbringen sollten. Auch war ich irgendwann der Meinung der Bus waere laengst mehr als voll, aber nach wie vor wurde in jedem Ort kraeftig die Werbetrommel geruehrt und schliesslich fand sich auch auf dem Dach noch das eine oder andere Plaetzchen. Da es dann in die Berge ging und die Serpentinen bei den schlechten Strassen wirklich ein Abenteuer waren, habe ich die Leute da oben nicht beneidet. Letztendlich sind aber doch alle gut angekommen.
Der See liegt ziemlich hoch, sodass es dort etwas kuehler war, eine Jacke brauchte man aber auch nicht. Dafuer schlaeft man aber gleich angenehmer.
Just in diesen Tagen findet am Inle Lake ein fuer die Gegend bedeutendes Fest statt, was mit einer Umzugszeremonie verbunden ist. Ein Tross aus Moenchen, Kindern und Einwohnern begleitet eine Reihe von vergoldeten Buddhas von Dorf zu Dorf und auch wir hatten die Chance, dieses Spektakel mitzuerleben. Fuer die Stadt bedeutet das, dass sich zahlreiche Einwohner der umliegenden Doerfer einfinden und natuerlich auch ordentlich feiern.
An unserem 2. Tag haben wir die fuer jeden Touristen unvermeidliche Bootstour ueber den See gemacht, die sich aber auch wirklich gelohnt hat. Anders kommt man naemlich nicht zu den schwimmenden Gaerten und den Doerfern auf dem See. Diese Gaerten entstehen durch Seetang und Wasserhyazinthen, die sich in einem Zeitraum von 50 Jahren in eine Humusschicht verwandeln. Die so gewonnenen “Erde” wird dann im Seeboden verankert und bepflanzt. Durch das gemaessigte Klima gedeihen Tomaten, Avocados und anderes Gemuese, was in den meisten Gegenden Myanmars nicht angebaut werden kann. Die Menschen, die diese Gaerten bewirtschaften, leben auch auf dem See und dementsprechend gibt es auch Pagoden und Kloester auf dem Wasser.
