Ho Chi Minh City, Huê und Phong Nha

Filed under: Bilder,Vietnam — Uli am 27. Oktober 2015, 15:13

Ho Chi Minh City by nightEine Woche Vietnam liegt hinter uns, Zeit für einen kleinen Reisebericht. Los ging es letzten Montag in Ho Chi Minh City (HCMC), oder einfach Saigon, was offensichtlich unter den Einheimischen durchaus gebräuchlich ist. Da die Busse vom Flughafen nur bis 18 Uhr fahren,  haben wir ein Taxi zum Hotel genommen und hatten sogar das Glück eins mit Taxameter zu erwischen,  laut den Reiseführern am Flughafen nicht ganz trivial.Ho Chi Minh Denkmal
Der Verkehr hier war zu Beginn wieder recht einschüchternd, aber nach den ersten paar Straßenüberquerungen hatten wir es ganz gut drauf, durch den Mopedstrom zu navigieren. So ging es am nächsten Morgen los zu einem ausführlichen Stadtrundgang, der uns gleich zu Beginn an der Ernst Thälmann Schule vorbeiführte, weiter ging’s zum Ho Chi Minh Denkmal und einer Pagode und schließlich ins War Remnants Museum, das die schreckliche Geschichte und die Folgen des Vietnamkriegs verdeutlicht.Pagode in Ho Chi Minh City
Am zweiten Tag sind wir mit dem Bus nach Cho Lon, dem chinesischen Viertel von HCMC gefahren und man will es kaum glauben,  aber der Verkehr  war dort noch einen Tick dichter und alles etwas lauter. Der Markt dort war aber wirklich sehenswert, von lebenden Garnelen,  über getrocknete Fische, unzählige Sorten von Reis, getrocknete Pilze, Geschirr und Klamotten gab es wirklich alles und wir konnten uns in Ruhe umsehen, da wir im Gegensatz zum Markt nahe des Backpackerviertels nicht Zielgruppe waren.Getrocknete Shrimps auf dem Markt in Cholon
Am nächsten Morgen ging es mit Bus 152 zum Flughafen. Kurz nach dem Einsteigen fragte mich ein Vietnamese auf Deutsch,  ob wir zum Flughafen wollen und so entspann sich ein kleines Gespräch.  Er hat 10 Jahre in Dortmund gelebt und sprach wirklich sehr gut deutsch. Nach gut 1 Stunde waren wir am Domestic Terminal und durften lernen, dass die Vietnamesen es mit dem Anstellen nicht so haben, das Personal wiederum rigoros auf die Reihenfolge achtet und die Reindrängler am Check-In wieder nach hinten schickt.
Statue in der Zitadelle von Huê
Der Flug führte uns nach Huê in die „Mitte“ Vietnams. Dort war der Verkehr etwas übersichtlicher, sodass wir uns für die Erkundung der Zitadelle und des Kaisergrabs von Tu Duc Fahrräder ausliehen. Ohne Gangschaltung werden die Hügel ringsrum aber schnell recht anstrengend.
Damit war der von uns bereits in Deutschland organisierte Teil vorbei und wir mussten uns überlegen, wie es weitergeht. Wir haben uns für den nördlich von Huê liegenden Phong Nha Nationalpark entschieden und nach ein bisschen Recherche einen Direktbus dorthin gefunden. Unter Sleeperbus hatte ich mir zunächst einen Bus mit Sitzen, die man noch etwas weiter umklappen kann, vorgestellt. Der Bus hatte aber tatsächlich in 3 Reihen angeordnete Doppelstockbetten und bei Betreten musste man die Schuhe ausziehen. Da uns aber die Hälfte der Fahrt sehr sehr laute vietnamesische Musik beschallte, war es mit dem Schlafen etwas schwierig, bei 5 Stunden Fahrt aber auch nicht so schlimm.
Paradise Cave
Der Nationalpark besteht aus einer Vielzahl von Höhlen u.a. der größten Höhle der Welt: Hang Son Doong, die man aber nur auf einer sehr teuren mehrtägigen Exkursion besuchen kann. Die am nächsten gelegene Höhle Phong Nha Cave kann man auch auf eigene Faust besichtigen und so haben wir uns mit einer Gruppe Vietnamesen ein Boot geteilt, das uns zur und in die Höhle brachte. Am nächsten Tag haben wir an einer Tour zur Paradise Cave und Dark Cave teilgenommen. Erstere wird zu Fuß begangen und ist wirklich beeindruckend. Es gibt unglaublich viele unterschiedliche Stalag[t|m]iten-Formen, die eindrucksvoll beleuchtet sind. Nach dem Mittag war die Dark Cave dran und irgendwie hatte ich die Aktivitäten, die im Programm der Tour aufgezählt waren, als optional verstanden. Nun.. sie waren es nicht. Los ging es ausgestattet mit Helm, Lampe, Schwimmweste und Geschirr mit 400m Ziplining. Eine Aktivität, hinter die ich nun einen Haken setzen kann. Dann ging es (befreit vom Geschirr) in das doch recht frische Wasser und in die Höhle, die unbeleuchtet ist, daher der Name und die Helmlampen. Nach ein paar Hundert Metern mussten wir die Westen ablegen und verließen die Haupthöhle durch einen engen Gang, der zunehmend schlammiger wurde. Zunächst versucht man noch, den Einsatz der Hände zu vermeiden, um diese nicht auch schlammig zu machen, vergebene Liebesmüh. Der Weg endet nämlich in einem großen Schlammbad und man sieht nach kurzer Zeit aus wie von Milchschokolade überzogen.
Paradise Cave
Irgendwann haben wir alle für ein paar Minuten die Helmlampen ausgeschaltet und saßen im Stockdunkeln im tiefen Schlamm. Zurück in der Haupthöhle haben wir den Schlamm abgewaschen, sind noch ein Stück geschwommen und dann ging es zurück. Da die Zipline glücklicherweise nur in eine Richtung funktioniert, fuhren wir mit Kajaks zurück und wer immer noch nicht genug hatte, konnte sich mittels einer kleinen Zipline in den Fluss stürzen.

 
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