Puno am Titicacasee

Filed under: Bilder,Länder,Peru — Uli am 10. Mai 2005, 00:47

Am Samstag hat nun der eigentliche Reiseteil meines Besuchs in Peru begonnen. Bisher war ja alles von Deutschland aus organisiert, aber nun musste ich mich vor Ort um alles kuemmern. Mittags bin ich mit einem Bus nach Puno am Titicacasee aufgebrochen, dem hoechsten schiffbaren See der Welt.
Die Busfahrt ist wie alles hier anders als bei uns. Immer wieder werden unterwegs Passagiere aufgenommen und auch Verkaeufer, die von Eis ueber Tee bis hin zu Kartoffeln in Knoblauchsauce alles verkaufen. Zu meinem Glueck hat mein Nachbar davon Gebrauch gemacht und so durfte ich dann den Essensgeruch hautnah erleben.
Schon im Bus wird auch Werbung fuer Hostals gemacht. Ich hatte mich entschieden mit einem kanadischen Paerchen in eines dieser Hostals zu gehen, am Busbahnhof wurde uns dann aber gesagt, es waere voll (ein bekannter Trick). Wir haben uns dann also zu einem anderen schleppen lassen, was noch dazu guenstiger war und wirklich in Ordnung ist. Insgesamt waren wir dann zu sechst.

Der Typ hat uns dann auch einen Inseltrip schmackhaft gemacht und so ging es am naechsten Morgen zum Hafen, wo wir auf die Boote verteilt wurden und zunaechst zu den schwimmenden Inseln der Uros gefahren sind. Dieses Volk hat sich vor gut 500 Jahren auf den See zurueckgezogen, um Ruhe vor den Inkas zu haben. Sie bauen sich Inseln aus Schilf und leben dort auch, heute allerdings nur noch tagsueber fuer uns Touristen. Es dauert etwa ein Jahr eine solche Insel zu bauen, diese haelt dann aber auch ca. 50 Jahre. Danach ging es dann weiter zur Insel Amantani, auf der wir auch uebernachtet haben…

Inka-Trail und Machu Picchu

Filed under: Bilder,Länder,Peru — Uli am 3. Mai 2005, 02:42

5:45 Uhr am Samstag morgen ging es zum Bahnhof, wo 6:15 Uhr der Zug gen Machu Picchu abfuhr. Gemeinsam mit Elen, einer Hollaenderin, die schon seit 2 Monaten in Cusco ist, wollte ich den Inka-Trail (wenn auch nur den kurzen) bestreiten. Nach knapp 4h Fahrt sind wir an km 104 ausgestiegen und wurden dort von unserem Guide “Wander” in Empfang genommen. Der Zutritt zum Inka-Trail ist gut bewacht und es ist schon vorgekommen, dass Leute umkehren mussten, weil die Reiseagentur einen Zahlendreher in der Passnummer gemacht hat und so die Dokumente nicht akzeptiert wurden. Bei uns lief aber alles glatt, wir bekamen sogar einen Stempel in unseren Pass und so ging es dann auch endlich los.
Die ersten 2 Stunden waren ziemlich anstrengend, da es in der prallen Sonne ununterbrochen Stufen hinauf ging. Dafuer sahen wir immer gut, wieviele Hoehenmeter wir schon geschafft hatten, da unten im Tal der Fluss und die Bahnstrecke zu sehen waren. Unterwegs kamen wir immer wieder an kleineren oder groesseren Inka-Ruinen vorbei und erfuhren durch unseren Guide mehr ueber das Leben damals.
Nach gut 3 Stunden kamen wir dann in einem Hostal an, wo wir endlich unsere Lunchpakete verzehren durften. Frisch gestaerkt ging es dann zum Sonnentor. Der Weg war nicht mehr so anstrengend, da es durch die Anfaenge des Regenwaldes ging.
Dann war es endlich so weit, am Sonnentor angelangt, konnten wir zum ersten Mal Machu Picchu sehen. Der Anblick ist wirklich beeindruckend und man fragt sich, wie vor ueber 500 Jahren eine Stadt in so unbegehbaren Gebiet gebaut werden konnte.

Die Besichtigung war erst fuer den naechsten Morgen geplant und so kehrten wir nach unzaehligen Fotosessions in unser Hostal in Aguas Calientes, einem Ort im Tal, ein.
Ich wollte es erst nicht richtig glauben, aber Wander wollte wirklich kurz vor 7 am naechsten Morgen mit dem Bus rauf zu den Ruinen fahren. Aber das fruehe Aufstehen wurde belohnt. Auf der Fahrt hinauf hat man nicht einen Berg gesehen, weil alles wolkenverhangen war. Umso schoener war es dann zu beobachten, wie sich langsam die Sonne durcharbeitete und immer mehr Ruinen sichtbar machte. Nach einer zweistuendigen Fuehrung durch die Stadt, bei der wir viel ueber den Glauben und das Leben der Inkas erfuhren, hatten wir dann Freizeit. Und was taten wir, stiegen auf den naechsten Berg (auf dem Bild im Hintergrund), von dem man einen tollen Blick auf die gesamte Umgebung hat.
Um halb 4 hiess es dann Abschied nehmen. Mit dem Zug ging es zurueck nach Cusco. Auf dem Bahnhof habe ich dann noch zwei Leipziger getroffen, die jetzt ca. 9 Monate in Lima wohnen und arbeiten.

Cuzco – der Nabel der Welt

Filed under: Bilder,Länder,Peru — Uli am 28. April 2005, 21:14

Nachdem ich mich nun langsam an die Hoehe gewoehnt habe, in den ersten Tage habe ich wirklich alle Symptome der Hoehenkrankheit mitgenommen, kann ich diese wunderschoene, aber auch sehr touristische Stadt endlich geniessen. Touristisch heisst, dass es erstens prozentual gesehen, sehr viele Touris gibt und zweitens alle hier drauf eingestellt sind. Das heisst, man bekommt ununterbrochen die unterschiedlichsten Dinge angeboten und ein einfaches “No, gracias” reicht meistens nicht.
Ansonsten lerne ich ab morgens 8:10 (!) fleissig Spanisch und habe dann den Nachmittag frei. Bisher habe ich den aber zum Schlafen genutzt, da man bei der duennen Luft irgendwie mehr Schlaf braucht und ich brauche ja schliesslich Kraft fuer den Inkatrail zum Machu Picchu am Wochenende. Die vielen Sehenswuerdigkeiten in und um Cuzco sind also erst naechste Woche dran.

Inca…es geht noch suesser

Filed under: Länder,Peru — Uli am 24. April 2005, 01:41

Als grosser Cola-Anhaenger habe ich es mir natuerlich nicht nehmen lassen, das hiesige Cola-Getraenk, fuer das ueberall geworben wird und das auch jeder trinkt, zu probieren. Schon die Farbe war voellig anders, als man es von egal welcher Cola-Sorte gewoehnt ist. Ich wuerde sie mal mit Neon-Gelbgruen umschreiben. Und wie die Ueberschrift schon erahnen laesst, sie ist noch suesser als meine geliebte Coca Cola. Aber ausser Zucker war da noch was anderes. Zuerst wollte ich es selbst rauskriegen, aber no way. Also habe ich die Flasche zu Rate gezogen. Der Lonely Planet hat mir schliesslich verraten, warum auch das nichts geholfen hat. Es war keine spezielle Frucht, es war einfach Kaugummi-Aroma, wie man es von den runden, bunten Kaugummis aus laengst vergessenen Zeiten kennt. Echt schraeg.
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